Beiträge von Nikolai Koba

Rettet den Ball ist bunt!

Was gibt die Fanszene dem Kiez zurück? Und warum tut sie es? Sie sollte es tun, weil sie nicht nur an ihrem Verein gebunden ist, sondern ein Teil des Kiezes und seiner Kultur ist. Ihm verpflichtet ist und mitgestalten sollte. Die Fanszene ist kein vom Kiez losgelöstes Subjekt. Was gibt die Babelsberger Fanszene nun ihrem Kiez zurück? Neben von Klein- und Kleinstveranstaltungen definitiv die alljährlichen Events wie zum Beispiel: das antirassistische Stadionfest Ball ist bunt.

Zum 11. Mal fand an diesem Wochenende ein Freizeitturnier statt, das mit Speis und Trank, Musik und zwei Turnieren die Menschen für sich gewinnen wollte. Nachdem im letzten Jahr der BiB ausfiel und im Jahr davor auf die geliebte Sportanlage der Sandscholle ausweichen musste, sollte es nun wieder im Karl-Liebknecht-Stadion stattfinden. Dafür nahm den Kunst- und Naturrasenplatz hinter den Traversen des Stadions in Beschlag. Über 30 Mannschaften maßen sich in ihrer Lieblingsdisziplin: dem Fußballspielen. In diesem Jahr war es endlich mal wieder bemerkbar, dass die Freizeit- und Spaßmannschaften doch verstärkt wieder auftraten, die natürlich den (halb)professionellen Mannschaften gnadenlos unterlagen. Wie schön war es anzusehen als Ultras Braunschweig gegen St. Pauli kickte. Ein herrlich langsames Spiel ohne richtigen Siegeswillen. Da wurde gespielt, weil man Spaß dran hatte. Ein Punkt dem der Ball ist bunt mitunter fehlt.

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Babelsberg in der Relegation – Platz 3 in der Strafentabelle

Sportlich gesehen, hätten sich die Filmstädter gar nicht mehr eingekriegt vor solch einer guten Platzierung. Jeder, der es zuvor prophezeit hätte, wäre verrückt erklärt worden. Wie wir aber nun wissen, gelang es dem SV Babelsberg 03 nur mit allerletzter Kraft, Fremdhilfe und gegnerischen Unvermögen den Klassenerhalt zu sichern. Bei eigener spielerischer Schwäche. Für den DFB spielen die Babelsberger schon lange oben mit und sei es nur als notorische Wiederholungstäter beim Einsatz von Pyrotechnik. Nach dem Abschluss der Saison 2011/12 und ohne Berücksichtigung möglicher Verhandlungen der DFB-Sportgerichtsbarkeit in der Sommerpause können die Blau-Weißen auf einen gesicherten dritten Platz verweisen.

Um im Duktus des sportlichen Wettbewerbs zu bleiben, brauchen sich die Babelsberger mit ihrer Chancenverwertung ebenso wenig verstecken. Bei vier vom DFB bestraften Vorfällen kommt der Sportverein auf 13.500 Euro (nach Angaben von Liga 3 Online sogar auf 15.000 Euro) und wird in diesem Punkt nur noch vom Erstplatzierten Preußen Münster überholt, die mit einem Vorfall ganze 25.000 Euro berappen müssen. Im Derby gegen Osnabrück explodierte in einer Einheit von Polizisten ein geworfener Sprengsatz. Neben 7.000 Euro Strafe an den DFB, müssen die Münsteraner zusätzlich zwei Auswärtsspiele ohne eigenen Anhang bestreiten und für einen finanziellen Ausgleich aufkommen. 9.000 Euro gingen daher jeweils an Wiesbaden und Erfurt. Der Täter muss wegen gefährlicher Körperverletzung – es wurden 33 Personen teils schwer verletzt – für fünf Jahre ins Gefängnis. Ohne über Los zu ziehen, kommen ebenso 50.000 Euro Schmerzensgeld auf ihn zu.

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